Hallo Maila

unsere Zaubermaus

Wie Ochs und Esel an die Krippe kamen..

(kurze Weihnachtsgeschichte nach Willi Hoffsümmer)

Als Josef mit Maria auf dem Weg nach Bethlehem war, rief ein Engel heimlich die Tiere zusammen, um einige auszuwählen, der heiligen Familie im Stall zu helfen. Als erster meldete sich natûrlich der Löwe: „Nur ein König ist würdig, dem Herrn der Welt zu dienen“, brüllte er, „ich werde jeden zerreißen, der dem Kind zu nahe kommt!“ „Du bist mir zu rabiat“, sagte der Engel.

Darauf schlich sich der Fuchs näher. Mit unschuldiger Miene meinte er: „Ich werde sie gut versorgen. Für das Gotteskind besorge ich den süßesten Honig, für die Wöchnerin stehle ich jeden Morgen ein Huhn.“ „Du bist mir zu verschlagen“, sagte der Engel!

Da stelzte der Pfau heran. Rauschend entfaltete er sein Rad und glänzte in seinem Gefieder. „Ich will den armseligen Schafstall köstlicher schmücken als Salomon seinen Tempel.“ „Du bist mir zu eitel“, sagte der Engel.
Es kamen noch viele und priesen ihre Künste an. Vergeblich.

Zuletzt blickte der strenge Engel noch einmal um sich schauend und sah Ochs und Esel draußen auf dem Feld, wie sie dem Bauern dienten. Der Engel rief auch sie heran: „Was habt ihr anzubieten?“ „Nichts„, sagte der Esel und klappte traurig die Ohreb herunter, „wir haben nichts gelernt außer Demut und Geduld. Denn alles andere hat uns immer noch mehr Prügel eingetragen!“ Und der Ochse warf schüchtern ein: „Aber vielleicht könnten wir dann und wann mit unseren Schwänzen die Fliegen verscheuchen!“ Da sagte der Engel: „Ihr seid die richtigen!“

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